Wir möchten Euch hier eine traurige
Geschichte über ein kurzes Hundeleben, leider ist sie nur zu oft wahr,
wiedergeben.
Diese Geschichte sollte einigen Leuten zu denken geben. Möglicherweise
verzichten wieder einige Hundefreunde auf den Erwerb
eines Welpen aus einer "Tierhandlung", wenn sie
diese Geschichte gelesen haben. Einen gesunden und
wesensfesten Welpen, mit viel Liebe und Sorgfalt
aufgezogen, bekommen Sie nur bei einem seriösen Züchter!
Suchen Sie sich den Züchter Ihres Vertrauens und
erwerben Sie NIE einen Welpen aus Mitleid!! Sie unterstützen
damit nur die Hundevermehrer und Zuchtfabriken! Jeder aus
solchen Verhältnissen gekaufte Welpe macht Platz für
zwei neue, arme Kreaturen, die nachrücken.
Es war einmal..........
Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.
Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.
Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber
sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig
Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die
meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie
mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare
Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so
sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die
Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und
dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die
Nerven ging. So wurden wir eines Tages in eine Kiste
verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander
und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor
Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese
seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche
wir sind in einer Tierhandlung", einem Laden,
wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen,
andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das
Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken
uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen
Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die
sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.
Tag für Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig.
Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu
begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns,
andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen,
oh, sind die süß, ich will eines, aber dann gehen die
Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester
gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell
gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen
gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nahmen,
sagten sie, sie sei krank gewesen und ich sollte billig
abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand
beachtete mein leises Weinen, als mein kleines
Schwesterchen weggeworfen wird.
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft!
Jetzt wird alles gut!
Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH
entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen
Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich
auf dem Arm. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz
süßes und braves Hündchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich
darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist
wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf
und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir
herrliches Essen und viel, viel Liebe.
Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen
gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen
herumzutollen und zu spielen.
Erster Besuch beim Tierarzt.
Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam
einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen,
hielt mich sanft und sagte, es wäre OK, dann entspannte
ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen
traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus.
Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie
E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und
dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden
seien. Ich habe nichts von alldem begriffen aber es war
furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen
Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede
Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem bekomme ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein
wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte
so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es
einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es
bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer
hieß es genetisch" und nichts machen".
Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner
Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht
nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich
konnte nicht einmal aufstehen um zu trinken und nur noch
schreien vor Schmerzen.
Sie trugen mich ins Auto, alle weinten. Sie sind so
seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse
auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja zärtlich.
Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten!
Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen
ablecken aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der
Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die
Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie
mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu
lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist
sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.
Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner
Stich.....Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle
tiefen Frieden und Dankbarkeit.
Ein Traum, ich sehe meine Mama, meine Brüder und
Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir
zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück.
So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwidersehen auf die
einzige mir mögliche Weise, mit
einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnüffeln.
Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen,
es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so
viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware!
Eure Lea
