Wer eher stirbt ist länger Tod
Grabinschriften wie man sie auch in Kramsach finden kann
Hier geht's zum Lustigen Friedhof in Kramsach in Tirol
| Er ist geklettert | Er lag bei der Nachbarin |
| bei jeden Wetter | bequem unter dem Baldachin |
| Dann kam er in Bergnot | da kam ihr Mann nach haus |
| da war er schnell tot | da war es mit ihm aus |
| Wir haben uns beide sehr geliebt | Mein Leib der litt gar große Not |
| Hier liegt was von uns übrig blieb | Und etwas später war er tot |
| Auch der Rest wird bald verschwunden sein | Drum sprecht mich bitte geistig an |
| Doch macht das nix, es muss halt sein. | Damit ich euch verstehen kann |
| In diesen Grab da liegt ein Mann | Er hat sein leben lang getrunken |
| weil er nicht mehr stehen kann | Deshalb ist er auch so tief gesunken |
| er ist nicht alt geworden | jetzt hat er aufgehört zu trinken |
| denn er ist schon jung verstorben | denn tiefer kann er nicht mehr sinken |
| Er war ein braver Gärtnernsmann | Er war ein Sanges Bruder |
| und baute stets Radieschen an | Er sang schöne Lieder |
| Sein Leben ist aus ihm entschwunden | Der Tod warf ihn nieder |
| jetzt sieht er sein Gewächs von unten | Jetzt singt er nie wieder |
| Hier liegt ein Mensch in jungen Jahren | Heute früh da ist er aufgewacht |
| denn er wurde umgefahren | Nach einer langen Zecher Nacht |
| Ein Auto hat in angestriffen | Doch er ist nicht richtig wach geworden |
| da hat es ihn gleich weggepfiffen | Denn vorher war er schon verstorben |
| Ich liege hier in stiller Ruh | Bei der Jagt im Morgengrauen |
| und sehe euch bei der Arbeit zu | hat es den Jäger umgehauen |
| Ich möchte Gott dafür danken | Genau getroffen auf dem Blatt |
| Ich brauch mich nicht mehr mit euch zanken | Weil man ihn mit der Sau verwechselt hat |
| Hier liegen seine Knochen | Der Geiz das war sein Lebensziel |
| sie sind ihm abgebrochen | drum liegt er hier |
| beim Sturz von einer Wirtshausbank | hier kost's nicht viel |
| hat der Tod ihn übermannt | |
| Er sitzt jetzt an der Himmelstafel | Land auf, Land ab war er bekannt |
| und erzählt dort oben sein Geschwafel | Freibiergesicht wurde er genannt |
| Herr gib ihm bitte richtig Zunder | Herr gib ihm seine ewige Ruh |
| und lass ihn ja nicht wieder runter | und sein Freibier auch dazu |
| Er saß auf der Regierungsbank | Der Meier sparte voller Lust |
| und hatte ein Ministeramt | wurde dann vom Blitz getroffen |
| Herr gib acht auf deine Himmelsgüter | hätte' er das eher schon gewusst |
| sonst regiert er diese auch noch nieder | hätte er sein Geld versoffen |
| Wir danken dir Herr Jesu Christ | Gestorben so wie er gelebt |
| das er bei dir jetzt oben ist | Blut an seinen Händen klebt |
| jetzt haben wir endlich unsere Ruh | Die Hölle hat ihn aufgenommen |
| und er die Seine auch dazu | Er wird ihr niemals mehr entkommen |
| Er rauchte immer wie ein Schlot | Die Armen bleiben arm |
| Die Zigarette brachte ihm den Tod | und Reichen bleiben reich |
| Bleibst du an seinen Grabe stehn | Doch auf diesen Gottesacker |
| Dann kannst du noch die Kringel sehn | Da sind alle Menschen gleich |
| Er war ein großer Spezialist | Er war ein großer Pessimist |
| der am PC verstorben ist. | der schon oft verstorben ist. |
| Er starb beim ersten Morgenrot | Jetzt musste er real versterben |
| ein Virus brachte ihm den Tod | nun kann es nur noch besser werden |
| Die Ehefrau Maria Klein | |
| schlief eines Tags im stehen ein | |
| jetzt liegt sie hier unter der Erd | |
| und schläft jetzt völlig unbeschwert | |
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